BEG-Förderung für gewerbliche Bauprojekte

Fix Hub 17.01.2026

Wie Bauunternehmen BEG-Fördermittel für gewerbliche Projekte in Deutschland nutzen können

Wenn Sie ein Bauunternehmen in Deutschland besitzen – sei es Trockenbau, Innenausbau, Renovierung, Malerarbeiten oder Fassadenbau – können Sie staatliche Fördermittel für energieeffiziente gewerbliche Gebäudenutzung.
Dies sind nicht nur Vorteile für Immobilienkäufer, sondern reale Instrumente für Unternehmen, die Gebäude errichten, sanieren oder modernisieren.

Offizielle Informationen zum Programm finden Sie auf dem BEG-Portal: BEG – Bundesförderung für effiziente Gebäude.

 

  1. Förderkredite und Tilgungszuschuss für Unternehmen

Für gewerbliche Gebäude gilt Kredit Nr. 299 (KfW – Klimafreundlicher Neubau für Nichtwohngebäude).

Was er Bauunternehmen bietet:

  • Günstiger Zinssatz
  • Tilgungszuschuss – der Staat reduziert einen Teil Ihres Kredits, wodurch die Belastung des Cashflows sinkt
  • Möglichkeit der Kombination mit zusätzlichen Boni, z. B.:
    • Baubegleitung (fachliche Begleitung des Baus)
    • Nachhaltigkeitszertifikat (Zertifikat für nachhaltige Gebäude)

Details finden Sie auf der KfW-Seite: KfW – Klimafreundlicher Neubau Nr. 299.



  1. Wie Bauunternehmen einen Antrag stellen
  • Das Unternehmen reicht den Antrag über die Hausbank ein.
  • Es wird der Effizienzgebäude-Standard des Projekts festgelegt (z. B. KfW 40 oder KfW 55).
  • Ein zertifizierter Energieberater wird hinzugezogen, um die Energieeffizienz zu berechnen und die Unterlagen vorzubereiten.
  • Der Antrag muss vor Baubeginn gestellt werden – sonst wird der Kredit nicht genehmigt.

Tipp für Bauunternehmen: Stimmen Sie das Projekt frühzeitig mit dem Energieberater ab, um die Energieeffizienz korrekt zu berechnen und Materialien für Trockenbau, Innenausbau, Dämmung und Heizsysteme auszuwählen.

Allgemeine Anforderungen: Effizienzhaus-Standard



  1. Tilgungszuschuss und Boni für Bauunternehmen
    Der Tilgungszuschuss ist ein teilweises Erlassen des Kredits, abhängig von der Energieeffizienz des Gebäudes:
  • EH40 → ca. 20 % Rückzahlung reduziert
  • EH55 → ca. 15 %
  • Zusätzlich +5 %, wenn ein Nachhaltigkeitszertifikat vorliegt
  • Zusätzlich kann die KfW bis zu 50 % der Kosten für Baubegleitung übernehmen – besonders wichtig für komplexe Projekte mit Trockenbau und Fassadenarbeiten

Beispiel Tilgungszuschuss für gewerbliche Gebäude: siehe KfW Nr. 299



  1. Praktische Konditionen für Bauunternehmen
  • Laufzeit: bis zu 30 Jahre, Fixzins bis 10 Jahre
  • Maximalbetrag: bis zu 10 Mio. € und mehr, abhängig von Nettogrundfläche und Projekttyp
  • Zusätzliche Fördervereinbarungen: kombinierbar mit BAFA-Einzelmaßnahmen oder regionalen Zuschüssen

Wichtig für Bauunternehmer: Planen Sie das Finanzmodell des Projekts im Voraus, damit die Kombination aus Kredit und Tilgungszuschuss die Unternehmensausgaben maximal reduziert.
Weitere Details: KfW Nr. 299



  1. Besonderheiten und Risiken für Unternehmen
  • Antragstellung vor Projektstart – ohne dies keine Förderung.
  • Fachplanung verpflichtend – Architekten, Energieberater und Ingenieure müssen von Anfang an eingebunden sein.
  • Schnelle Mittelerschöpfung – das Budget des Programms ist begrenzt; Anträge können abgelehnt werden, wenn das Limit überschritten wird.
  • Kein automatisches Anrecht auf Kredit – die KfW prüft jedes Projekt individuell.

Weitere Informationen: Förderdatenbank



  1. Praktische Tipps für Bauunternehmen
  • Verwenden Sie effiziente Materialien für Trockenbau, Innenausbau und Dämmung, um die Chancen auf maximalen Tilgungszuschuss zu erhöhen.
  • Planen Sie die komplette Beteiligung Ihres Unternehmens am Projekt: Bau, Innenausbau, Fassaden, Heizung.
  • Integrieren Sie Baubegleitung und Nachhaltigkeitszertifikat frühzeitig in das Projekt – zusätzliche Boni für die Kreditrückzahlung.
  • Achten Sie auf rechtzeitige Antragstellung – je früher, desto höher die Chancen auf Genehmigung.